Karnevalssitzung
Sitzung 2009
Fotos von Willi Kurth
Die Kölsche Clowns Horst Graf-Deutsch und Jacky Rockenbach, Garanten für Stimmung und Frohsinn, eröffneten auch die diesjährige Sitzung „Kölsche Jecke für uns Pänz in Rio 2009”. 2010 feiern die beiden ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum.

Sitzungspräsident Jürgen Blum meisterte auch diese Sitzung gewohnt souverän. Hier begrüßt er das Kölner Dreigestirn und das Kölner Kinderdreigestirn, die man selten gemeinsam auf der Bühne erleben kann.
Das staatse Reiterkorps Jan von Werth, eines der großen Traditionskorps im Kölner Karneval, zog gleich zu Beginn mit dem Elferrat ein und vollführte temperamentvolle Tänze — mit dabei auch Jan und Griet. Wer et hät gewuss …
Willy Armbrüster in der Type „Ne Rentner” weihte sein Publikum in die Sorgen und Nöte eines Rentners ein und unterhielt die Kölsche Jecke im Saal dabei prächtig.

Mit dem Aufzug der beiden Kinder- und Jugendtanzgruppen des Reiterkorps Jan von Werth und den Kölschen Dillendöppcher wurde es dann offiziell. Die Schirmherren Oberbürgermeister Fritz Schramma, Weihbischof Dr. Heiner Koch (in Vertretung des Kardinals) und der beliebte Kölner Komponist und Krätzchensänger Ludwig Sebus (in Vertretung des Festkomiteepräsidenten) betraten die Bühne. Ludwig Sebus wurde zum Vereinsehrenmitglied ernannt. Nach einer launigen Ansprache des Weihbischofs startete die traditionelle Sammlung der Schirmherren mit übergroßen Klingelbeuteln im Saal. Die 20-minütige Sammlung erbrachte 4.701 Euro und erhöhte den Reinerlös des Abends auf 14.257 Euro. Mit Aufstockung durch das Kindermissionswerk „Die Sternsinger” konnten insgesamt 19.200 € für die Sozialarbeit auf der Fazenda da Esperança Teresópolis bei Rio bereitgestellt werden.

Die Sitzung „Kölsche Jecke für uns Pänz in Rio” ist bekannt für ihren großen Kirchenbezug. Erstmalig im Kölner Karneval trat der Mädchenchor am Kölner Dom bei der Sitzung der Kölschen Jecken auf. Domkantor Oliver Sperling hatte hierzu eigens ein Lied für den Verein komponiert. Die Choreographie studierte Ballettmeisterin Biggi Fahnenschreiber ein.


Mottoqueen Marie-Luise Nikuta sang mit tatkräftiger Unterstützung des Mädchenchors am Kölner Dom, dessen Sängerinnen mit Engelsflügeln gekommen waren, ihr neues Mottolied „Unser Fastelovend — himmlisch jeck”.

Von den Vereinsvorsitzenden Ulrich und Marion Böde erhielt der Oberbürgermeister für seinen Einsatz und seine Treue zur Benefizsitzung für die Pänz in Rio eine Fotokollage aller bisherigen Sitzungen.


Den Abschluss der ersten Abteilung machte das Tanzkorps „Blaue Jungs” der Lövenicher Neustädter.

Es ist immer wieder ein Genuss, dem Musikzug der Domstädter zuzuhören. Mit ihrem unverwechselbaren Big-Band-Sound begeisterte das Orchester unter der Leitung von Dirigent Thomas Sieger sein Publikum. Einen besonderen Dank auch an den 1. Vorsitzenden Dieter Kaiser.

Kein Auge bleibt trocken, wenn der Blötschkopp (Marc Metzger) die Prominenz im Saal im Blick hat. Klamauk und Situationskomik der Spitzenklasse!

Links im Bild die Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde von 1823 — Kölns älteste Tanzgruppe; man sah es den Tänzerinnen und Tänzern wirklich nicht an. Auch die 3 Colonias bewiesen ihr Herz für Kinder und traten erneut für die Pänz in Rio auf.


Zum ersten Mal dabei waren die BlechHarmoniker. Mit zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba zogen die vier Musiker mit Dame unter herrlichem Slapstick die gängigen Klischees des Orchesterbetriebs durch den Kakao — eine überaus gelungene Performance, die vom begeisterten Publikum mit lang anhaltendem Applaus gefeiert wurde.

Den Abschluss des Abends machte das Tanzkorps Seiner Tollität Luftflotte. Was die jungen Damen mit ihren Stewards an Akrobatik, Ausstrahlung und Taktgefühl bei ihren Tänzen zeigten, zeugt von ganz großer Klasse und bildete einen gelungenen Abschluss der Sitzung „Kölsche Jecke für uns Pänz in Rio 2009”.

Alle beteiligten Künstler, Redner, Tanzkorps, Musik- und Tanzgruppen verzichteten wieder auf ihre Gage zugunsten des Sozialzwecks. Unseren herzlichen Dank hierfür!
Marion und Ulrich Böde · Verein „Kölsche Jecke”